Lass Dich nicht verkohlen

Nicht umsonst nennen uns die Amerikaner "Krauts“. Schon seit Jahrhunderten schätzen die Menschen hierzulande die abwechslungs reichen Vitaminbomben, die satt, aber nicht dick machen.
Besonders in den letzten Jahrzehnten hat der Kohl sein Image vom "Arme-Leute-Essen“ abgeschüttelt und landet immer häufiger auf den Speisekarten von Gourmets und Spitzenköchen. Jetzt, im Winter, hat die Kohlfamilie wieder Hauptsaison.

Weißkohl/Weißkraut
Neben reichlich Vitamin C enthält Weißkohl auch Vitamin K, Magnesium und Kalium. Er zählt zu den populärsten Kohlsorten – nicht nur weil er lange satt macht und die Verdauung anregt, sondern auch weil er die Grundlage für Sauerkraut und Krautsalat liefert. Im Gegensatz zu anderen Kohlsorten ist kühl gelagerter Weißkohl über mehrere Wochen haltbar.

Wirsing
Der Krauskopf ist inzwischen zum Gourmet-Geheimtipp aufgestiegen. Seine Blätter sind aromatisch und zarter als die von Rot- und Weißkohl. Außerden wird er schneller gar. Der frische Kohl ist ein Vitamingenie, er enthält reichlich Vitamin A, C und B6. Mit wenig Kalorien ist er darüber hinaus gut für die Figur.

Rosenkohl
Schon der Name legt es nahe, die kleinen, feinen Knospen überzeugen selbst so manchen Kohlskeptiker. Weil der Kohl nach einem überstandenen Nachtfrost noch süßer schmeckt, wird er am liebsten zwischen November und Januar genossen. Wie seine großen Verwandten enthält auch er viele Vitamine, zusätzlich wartet er mit Kalium, Zink und Ballaststoffen auf.

Rotkohl/Blaukraut
Wer empfindlich auf Kohl reagiert, sollte Rotkohl am besten nicht roh essen und ihn mit Kümmel oder Fenchelsamen würzen. Unter gesundheitlichen Aspekten punktet Rotkohl ebenso wie Weißkohl. Gut kombinieren lässt er sich mit Äpfeln oder Maronen. Der Rotkohl ändert seine Farbe je nach pH-Wert des Bodens. In sauren Böden erscheint er eher rot, in alkalischen Böden dagegen bläulich. Je mehr Essig oder andere Säuren (z. B. durch Zugabe von Äpfeln) beim Kochen dazu gegeben werden, ein desto deutlicheres Rot hat das Gericht. Durch diese lokalen Zubereitungsformen erklären sich die unterschiedlichen Bezeichnungen Rotkraut oder Blaukraut. Ein heller Belag auf den Blättern ist übrigens kein Zeichen für schlechte Qualität, sondern typisch für den Rotkohl.

Quelle:
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