Ja, es gibt sie noch die traditionelle Landwirtschaft in malerisch und eindrucksvoller Berglandschaft. Im Alpenraum, in einer der beliebtesten Ferienregionen Deutschlands, treiben Bergbauern in den Sommermonaten das Vieh auf mühsamst zu erreichende Weiden. Die Rinder leben in der warmen Jahreshälfte artgerecht im Freien und fressen auf den hochgebirgigen Kräuterwiesen das Beste, was ein Wiederkäuer nur finden kann. Gleichzeitig werden die erosionsbedrohten Böden der Alpen gedüngt und gefestigt: Alpwirtschaft ist praktizierter Landschaftsschutz!
Bergbauern besitzen durchschnittlich nur 10–20 Kühe und meist weniger als 20 Hektar Land. Durch die Hangneigung von oft 40 % kann das Gras meist nur per Hand gemäht werden. Das ist harte Arbeit, aber die frische Luft, das quellfrische Bergwasser, die vielfältigen Gräser und Kräuter sowie das kräftige Almheu machen die Kühe glücklich und bringen Produkte hervor, bei denen man Natur, Kräuter und die Ursprünglichkeit der Herstellung geradewegs schmecken kann.
